Wattweiler

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Wattweiler (im örtlichen Dialekt Wattwiller) ist der westlichste Stadtteil von Zweibrücken in Rheinland-Pfalz.
Zu Wattweiler gehören der Mölschbacherhof und der Kettersberger Hof.

 
Geographie:
Wattweiler liegt in einem Seitental der Blies.  Während die Talaue mit fetten Wiesen sich zur Viehzucht eignet, sind  die Talhänge im unteren Teil sandig und wasserreich (Oberer Buntsandstein), zur Hochfläche hin mergelig (Unterer Muschelkalk) und zum Ackerbau geeignet. Im 19. und 20. Jahrhundert war das Gebiet als „Kirschenland“ bekannt.
 

Geschichte:
 
Auf Besiedlung in vorgeschichtlicher Zeit weisen Grabhügel. Der Ortsname auf „-weiler“ gehört zu einem Ortsnamentypus, der im Frühmittelalter  häufig gewählt wurde. Die schriftliche Überlieferung setzt im 12.  Jahrhundert ein. Ein Priester und ein vornehmer Mann aus Wattweiler  bezeugten 1180 die Bestätigungsurkunde des Klosters Wörschweiler. Wattweiler war somit bereits Sitz einer Pfarrei.
 
Nach der Edelsasser Chronik von Bernhart Hertzog soll die Schlacht von 1276, bei der Graf Heinrich II. von Zweibrücken  den Herzog von Lothringen besiegte, auf der Wattweiler Höhe  stattgefunden haben. Womöglich vermengt er dies mit dem Ort der  Schlacht, die 1413 zwischen Pfalzgraf Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken und Graf Philipp I. von Nassau auf der Wattweiler Höhe stattfand. 1609 war Wattweiler Filiale von Mimbach. Nur die Familie des Hofmanns Johannes Klein auf dem Mölschbacher Hof überdauerte den Dreißigjährigen Krieg. Die alte Zehntscheuer ist erhalten, während der Torbogen der gotischen Kirche 1971 abgetragen wurde.
 
Eine Neubesiedlung erfolgte Ende des 17. Jahrhunderts. 1715  wurde im Wattweiler Tälchen eine Ziegelhütte gebaut; im 18. Jahrhundert  entstand auch der Kettersberger Hof. Mit der Intensivierung der  Landwirtschaft zu Ende des 18. Jahrhunderts wurden verstärkt Obstbäume,  hier besonders Kirschen, angepflanzt. Arbeitsplätze in der Industrie  entstanden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem im nahen  Zweibrücken.
 
Im 20. Jahrhundert wurden die Einwohner mit der zweimaligen Abtrennung des Saarlandes, wodurch am Wattweiler Ortsende eine Zollgrenze entstand, dem Bau des Westwalls  ab 1936/37, der Evakuierung 1939/40 und erneut 1944/45, schließlich dem  Durchzug der Hauptkampflinie 1945 konfrontiert. Der Mölschbacherhof  wurde bis zum 15. Januar 1963, zumindest standesamtlich, als  eigenständiges Dorf geführt.
 
Am 22. April 1972 wurde Wattweiler nach Zweibrücken eingemeindet.

Quelle: Wikipedia
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